FK Hansa Wittstock 1919 e.V.    

90 Jahre - FK Hansa Wittstock e.V.


INTERVIEW: „Tore verhindern und kontern“

Trainer und Abteilungsleiter von Hansa Wittstock zum Spitzenspiel gegen Babelsberg / Erstmals Personenkontrolle am Einlass

Am morgigen Mittwoch trifft die erste Männermannschaft im Landespokal auf den vier Klassen höher spielenden SV Babelsberg 03. Mit Trainer Jörg Lutter und Fußball-Abteilungsleiter Stefan Bandilla sprach Dirk Klauke darüber.

                 

MAZ: Es kommt nicht alle Tage vor, dass Hansa Wittstock auf einen vier Klassen höher spielenden Gegner trifft. Wie ist die Stimmung?
Jörg Lutter: Die Stimmung in der Mannschaft ist hervorragend, und wir sind alle heiß auf diesen Höhepunkt. Für uns ist es ein sehr guter Abschluss der Vorbereitung, die mit dem Spiel gegen den Drittligisten endet.
Stefan Bandilla: Die Stimmung ist bei Hansa generell gut, nicht nur im Männerbereich. Natürlich ist die 1. Männermannschaft das Aushängeschild des Vereins. Die Mannschaft befindet sich bereits seit fast vier Wochen im Trainingsbetrieb und ist jetzt heiß darauf, nach den vielen Vorbereitungsspielen endlich in den Pflichtspielbetrieb einzusteigen.

 

Babelsberg scheint auf einer Erfolgswelle zu schweben, bezwang in der 3. Bundesliga zuhause Bayern München II und auswärts Rot Weiß Ahlen. Wie wird Hansa motiviert?
Lutter: Das 1. Punktspiel gegen Bayern München habe ich live gesehen und bin wirklich angetan von der Babelsberger Mannschaft. Sie steht hinten sehr kompakt, lässt damit sehr wenig Torchancen zu und kontert stets gefährlich. Ich denke, zur Motivation braucht man an diesem Tage nicht viel zu meinen Jungs sagen.
Bandilla: In solchen Spielen braucht es keine zusätzliche Motivation. Wer zu so einem Spiel nicht heiß ist, kann seine Fußballschuhe eigentlich an den berühmt berüchtigten Nagel hängen. Wann bekommt man als junger Spieler schon mal die Möglichkeit, in einem Pokalspiel gegen einen Bundesligisten anzutreten?

 

Gibt es Spezialtraining?
Lutter: Sicherlich werden wir uns in den letzten beiden Trainingseinheiten vernünftig auf dieses Pokalspiel vorbereiten. Ansonsten sind für mich die nachfolgenden Punktspiele natürlich wichtiger.
Bandilla: Die Vorbereitung war lang und intensiv. Den Ball hatten die Jungs im Training noch nicht allzu oft am Fuß. Dafür kennen sie aber jeden Quadratzentimeter der Laufbahn im Wittstocker Stadion. Konditionell müssten wir eigentlich mithalten. Natürlich wird in dieser Spielklasse viel schneller und direkter gespielt. Ich hoffe wir kriegen das im Kopf hin und zeigen nicht zu viel Respekt.

 

Wie wollen Sie gegen den Drittligisten spielen, mit starkem Angriff oder hinten durch die Abwehr dicht machen?
Lutter: Die Frage ist nicht schlecht – natürlich bedingungslose Offensive. Nein, nein, die Taktik wird nicht verraten, denn die Babelsberger lesen auch die MAZ.
Bandilla: Die taktische Ausrichtung ist natürlich Sache des Trainers. Aber soviel kann ich als Abteilungsleiter wohl verraten: Mit drei Stürmern werden wir mit Sicherheit nicht auflaufen. Zunächst geht es ums Tore verhindern und dann den einen oder anderen Konter zu setzen.

 

Welche Sicherheitsmaßnahmen werden getroffen, um gewaltbereite Fans in den Griff zu bekommen?
Bandilla: Natürlich hoffen wir auf einen ruhigen Abend, ein schönes Fußballspiel und keine gewaltbereiten Fans. Für dieses Spiel wird es an drei Kassen noch Karten für Kurzentschlossene geben. Um lange Warteschlangen zu vermeiden bitte ich alle Fußballfans, die noch keine Karten im Vorverkauf erstanden haben, nicht auf den letzten Drücker zu kommen. Erstmals führen wir am Eingang eine Personenkontrolle durch. Von Hansa sind zwölf Ordner im Einsatz. Zusätzlich wird ein professioneller Ordnerdienst für die Sicherheit sorgen. Darüber hinaus bekommen wir aus dem Ordnungsamt und der Polizeiwache Wittstock Hilfe.

 

Was erwartet die Besucher sonst noch?
Bandilla: In Zusammenarbeit mit der MAZ wird ein Tippspiel durchgeführt. Dort kann bis zum Anpfiff ein Ergebnistipp abgegeben werden. Neben drei Gewinnen von der MAZ soll es als Hauptgewinn Freikarten für das Punktspiel Babelsberg gegen Hansa Rostock am 11. September 2010 im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion geben.

 

Hansa gilt fürs Spiel als Außenseiter. Ist das gut oder schlecht für die Mannschaft?
Lutter: Wenn meine Mannschaft gegen einen Drittligisten spielt, ist man automatisch in der Außenseiterrolle. In so einem Spiel können wir nur gewinnen, sowohl die Mannschaft als auch der Verein.
Bandilla: Generell ist die Außenseiterrolle nicht schlecht im Fußball. Wir gehen natürlich auch davon aus, dass uns Babelsberg maßlos unterschätzt. Vielleicht liegt ja gerade darin unsere Außenseiterchance.

 

Wie ist Ihr Tipp zum Spielausgang?
Lutter: Einen konkreten Tipp werde ich mit Sicherheit natürlich nicht abgeben. Wenn wir weniger als fünf Gegentore bekommen würden und nach vorne ein paar Akzente mit einem Tor setzen könnten, wäre ich schon sehr zufrieden.
Bandilla: Ich möchte dem Tippspiel am Mittwoch im Stadion des Friedens nicht vorgreifen.

 

Was bekommen die Hansa-Spieler, wenn sie gewinnen?
Lutter: Manchmal ist es gar nicht so wichtig, in so einem Spiel zu gewinnen. Viel mehr interessiert mich, dass sich der Verein FK Hansa Wittstock gut präsentiert, sowohl auf dem Platz als auch außerhalb. Sollte es tatsächlich mit der Hilfe der Zuschauer eine Sensation geben, wird uns schon spontan etwas einfallen.
Bandilla: Sie dürfen in der 2. Runde im Fußballlandespokal wieder ran. Aber mal im Ernst, sollten wir die Sensation schaffen, sind wir mindestens auch drittligatauglich im Organisieren von spontanen Partys.



MAZ präsentiert Hansa Wittstock gegen Babelsberg 03

Die erste Hansa-Männermannschaft empfängt am Mittwoch, 18. August, den vier Klassen höher spielenden SV Babelsberg 03 im Landespokal Brandenburg. Stefan Bandilla, Hansa-Abteilungsleiter Fußball, erwartet viel Fußballprominenz und auch den einen oder anderen Politiker. Innenminister Rainer Speer ist ebenfalls eingeladen. Es ist gar nicht mal so abwegig, dass er tatsächlich kommt. Denn schließlich ist der Potsdamer Politiker Vorstandsvorsitzender des SV Babelsberg 03.
Spaß und Teamgeist stehen bei den Wittstockern, die in der Landesklasse West spielen, ganz oben. Dennoch sollten die Babelsberger als einziger Drittligist (3. Bundesliga) in Brandenburg das Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen. „Wir sind immer für eine Überraschung gut“, sagte Stefan Bandilla. Und der Pokal habe seine eigenen Gesetze, da sei alles möglich. Der Wittstocker Verein habe schon so manche höherklassige Mannschaft als Verlierer vom Platz geschickt, zum Beispiel im Jahr 2006 den zwei Klassen höher spielenden Oberligisten Ludwigsfelde mit 4:2. Selbst bei den Babelsbergern dürfte die Schmach bekannt sein, die ihrer zweiten Mannschaft in Wittstock beigefügt wurde. Die Gäste von Babelsberg II unterlagen im Jahr 2006 sogar mit 7:0.
Gegenwärtig arbeitet der Hansa-Vorstand an einem Sicherheitsprogramm, damit alle Fans ungestört Fußball gucken können. Die Polizei wird einbezogen. Die Spielerfrauen der ersten Mannschaft werden am 18. August beim Einlass mitwirken. Neben den eigenen Ordnern wird Hansa noch professionelle Hilfe einkaufen.
Der Hansa-Vorstand hofft auf vierstellige Besucherzahlen. „2000 Gäste wären schön“, sagte Stefan Bandilla. Schließlich kommen auch enorme Kosten auf den Wittstocker Verein zu.
Den Besuchern soll neben einem hochklassigen Fußballspiel auch Kurzweil in der Halbzeitpause geboten werden. Was genau veranstaltet und welchen Hauptpreis es geben werde, steht noch nicht genau fest.
Fest steht indes, dass die MAZ das Spiel präsentieren und Preise für ein Quiz zur Verfügung stellen wird. Ähnlich wie beim Public Viewing zur Fußball-WM können Besucher vor dem Spiel das Ergebnis tippen.(Von Dirk Klauke)


Neuer Vorstand ist gewählt

47 Mitglieder fanden sich zur Mitgliederversammlung ein. Vereinspräsident Thomas Krieglstein begrüßte alle recht herzlich, besonders den Ehrenpräsidenten Hans-Jürgen Goldberg, das Ehrenmitglied Günter Pohle und den Vorsitzenden vom Fußballkreis Jürgen Möllendorf.
In seiner kurzen Rede erwähnte Thomas Krieglstein alle großen und kleinen Erfolge der einzelnen Abteilungen. Im Anschluss stellten die Kassenprüfer ihre Berichte vor - ohne großartige Beanstandungen. Somit konnte der alte Vorstand von seinen Pflichten entlastet werden.
Nun wurden Mitglieder für den neuen Vorstand vorgeschlagen und alle Mitglieder wurden von den Anwesenden einstimmig gewählt.










Führungswechsel bei Hansa

Wittstocks größter Sportverein will neue Ideen und Schwerpunkte setzen

Thomas Krieglstein ist der neue Präsident des FK Hansa Wittstock. Am Sonnabend wurde er in der „Hansa Klause“ am Stadion des Friedens feierlich in sein neues Amt eingeführt. Und seine erste Amtshandlung war, Hans-Jürgen Goldberg zum Ehrenpräsidenten zu ernennen.
Hans-Jürgen Goldberg war elf Jahre lang der Präsident des FK Hansa Wittstock. Er wolle nun etwas kürzer treten, bleibt aber dem Verein als Berater erhalten: „Es ist kein Abschied, sondern eine Staffelstabübergabe“, betonte der Ehrenpräsident. Alles, was er je anpackte, wollte er auch richtig machen. So sei auch der Zeitpunkt des Führungswechsels richtig: „Verantwortung zu übernehmen heißt auch zu wissen, wann dafür die Zeit gekommen ist. Wir brauchen neue Ideen und neue Schwerpunkte.“ Hans-Jürgen Goldberg dankte allen, die mithalfen, die „Hansakogge“ mal durchs seichte Fahrwasser und mal durch stürmische Zeiten zu führen. „Ohne diese Hilfe wäre nichts möglich gewesen.“
Hansas Geschäftsführer Jürg-Andreas Thoss beschreibt Goldberg als einen sehr zuverlässigen und vor allem ausdauernden Menschen, der während seiner Präsidentschaft unbestechlich und hartnäckig blieb. Vor allem war ihm Teamarbeit sehr wichtig. Zu einem seiner herausragendsten Verdienste gehört die am Sonnabend in Betrieb genommene Zuschauertribüne. Die Übergabe war Hans-Jürgen Goldbergs letzte Aufgabe als Präsident.
Thomas Krieglstein tritt als neuer Vereinspräsident in „große Fußstapfen“, wie er es selbst nennt. In dem 90 Jahre alten Verein ist er von nun an der Herr über die Hansa-Abteilungen. Neben der Königsabteilung Fußball gibt es außerdem den Handball, Schwimmen, Kegeln, Volleyball und die Gymnastikgruppe.
Bevor Thomas Krieglstein zu Hansa kam, war er der Präsident des Sportvereins Schönberg und sammelte dort die ersten Erfahrungen in dieser Führungsposition: „Damals habe ich gelacht, als man mir sagte, dass ich nur nach Wittstock gehe, um dort Vereinspräsident zu werden. Das konnte ich mir gar nicht vorstellen“, erinnert sich Krieglstein.
Doch er wurde bei Hansa Trainer und Übungsleiter in der Abteilung Fußball und wurde in den Vorstand des Vereins gewählt. „Er hat sich in allem bewährt, ist menschlich geblieben, besitzt Führungsqualitäten und ist ein hervorragendes Organisationstalent“, sagt Hansas Geschäftsführer.

Madlen Wirtz

Unzählige Erfolge gefeiert

Empfang des zweitgrößten Vereins im Landkreis anlässlich der Gründung vor 90 Jahren (16.02.2009)
WITTSTOCK Hans-Jürgen Goldberg ist kein Mann der großen Worte. Länger als drei Minuten dauern seine Reden normalerweise nicht. Aber zum Empfang aus Anlass des 90-jährigen Vereinsbestehens musste er eine Ausnahme machen, immerhin ist er der Präsident des FK Hansa Wittstock. „Das wird die längste Rede, die ich je gehalten habe.“ Dabei beschränkte sich Hans-Jürgen Goldberg im Wesentlichen auf die vergangenen zehn Jahre. Natürlich vergaß er nicht, zu erwähnen, dass mit 90 Jahre Hansa auch 90 Jahre organisiertes sportliches Geschehen in Wittstock verbunden sind.
Rein zahlenmäßig hat der Verein in den zurückliegenden zehn Jahren einen erheblichen Mitgliederzuwachs zu verzeichnen. 1999 waren es um 300 Sportler in den drei Abteilungen Fußball, Handball und Kegeln. Aktuell stehen 547 Menschen in der Mitgliederkartei, davon 312 Kinder und Jugendliche. Goldberg: „Das sind 312 Kinder und Jugendliche, die nicht in der Buswartehalle sitzen.“ Diese Zahlen seien ein Indiz für die Attraktivität des zweitgrößten Vereins im Landkreis Ostprignitz-Ruppin.
Der Vorstand hat ausgerechnet, wie viel ehrenamtliche Arbeit die mehr als 50 Übungsleiter, Betreuer, Schiedsrichter und Ordner so im Jahr leisten. 1965 Tage kommen da zusammen – für jeden einzelnen im Durchschnitt 37 Tage, und das alles unentgeltlich. Dafür gab es einen großen Applaus von den anwesenden aktiven und ehemaligen Sportlern, von Politikern und von Gästen aus den anderen Vereinen.
Besonders stolz ist Goldberg auf die unzähligen Erfolge des Nachwuchses. „Im Fußball spielten wir in allen Klassen von der Babyliga bis zu den A-Junioren immer in den höchsten Ligen des Landes Brandenburg.“ In der Saison 2005/2006 gelang den A-Junioren gegen Energie Cottbus der Landespokalsieg. Und dann zählte Goldberg auf, gegen wen die Wittstocker Fußballer bereits gespielt haben: Werder Bremen, Energie Cottbus, Hertha BSC, BFC Dynamo, FC St. Pauli, Eintracht Braunschweig, FC Carl Zeiss Jena und viele andere namhafte Mannschaften gehörten dazu.
Erfolgreich waren auch die Handballer, die in der Oberliga Brandenburgs gut mithalten konnten.
Als „beachtlich“ wertete der Vereinspräsident die Aufbauarbeit in der noch jungen Abteilung Schwimmen. Übungsleiterin Petra Thiesen verstehe es mit viel Geschick, Kinder für den Schwimmsport zu begeistern, und die Erfolge ließen nicht auf sich warten.
Auch die Kegler mischen seit Jahren erfolgreich in der Regionalliga Wittstock / Pritzwalk mit. „Vordere Plätze sind ein Muss für sie.“
Die Damen der Gymnastikabteilung betreiben ihren Sport eher unspektakulär, sie treffen sich wöchentlich, um sich mit Spaß fit zu halten.
Besonders erwähnte Goldberg die erfolgsverwöhnten Fußball-Damen. Titel der letzten Jahre sind unter anderem: Hallenkreismeister, Vizemeister und Pokalsieger Westhavelland 2007/2008, ostdeutscher und deutscher Beach-soccermeister 2008 und die Teilnahme als Deutschlands Vertreter am European Championchip 2008 in Spanien.
Vereinspräsident Hans-Jürgen Goldberg wies auch die zur Verfügung stehenden Sportstätten hin, ohne die ein erfolgreiches Vereinsleben nicht möglich ist. Vieles wurde nach der Wende geschaffen. Mit großem Aufwand wurde zum Beispiel das Gebäude der ehemaligen Badeanstalt für die Bedürfnisse des Vereins umgebaut. Die Handballer nutzen die neue Stadthalle. Das jüngste große Projekt, die Überdachung der Zuschauertribüne, ist so gut wie abgeschlossen. Die Einweihung wird der nächste wichtige Termin im Festjahr sein.
Karl Gärtner, der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, bedankte sich in seiner Rede für die aufopferungsvolle Arbeit, die in dem Verein geleistet werde. Er erwähnte insbesondere die Sponsoren, die immer wieder Mannschaften einkleiden oder für den Transport der Sportler zu den Wettkämpfen sorgen. Und er sicherte dem Verein die weitere Hilfe der Stadt zu. Auch dafür gab’s viel Applaus. (Quelle: MAZ-Uta Köhn)


                                       

Hansa Wittstock wird 90 Jahre alt / Ausstellung mit Rückblick und Ausblick   (12.02.2009)

WITTSTOCK Der Vorstand vom FK Hansa Wittstock hat sich auf viele Besucher eingestellt, die morgen am späten Nachmittag zum Gratulieren kommen werden. Wenn man 90 Jahre alt wird, ist auch nichts anderes zu erwarten. Seit gestern sind die Sportler und Mitglieder vom Vereinsvorstand dabei, den großen Rathaussaal festlich einzurichten. Und dabei beschränken sie sich nicht allein aufs Stühlerücken.
Auf mehreren großen Tafeln, die auf der linken Seite im Rathaussaal aufgestellt sind, lässt der Verein die 90-jährige Geschichte Revue passieren, stellt die einzelnen Sektionen vor und wagt einen Ausblick in die Zukunft.
Angefangen als „Hansa“ wechselte der Verein nach dem Krieg den Namen in „Lok“ und mit dem Wechsel zum OTB als Träger hieß er dann „Fortschritt Wittstock“. 1993, wenige Jahre nach der Wende, benannte man sich wieder in „Hansa“ um. Die ältesten Bilder sind aus dem Jahr 1920. Auf den Fotos der mittleren Jahre ist aber auch noch der ein oder andere Spieler drauf, der heute noch lebt. Thomas Krieglstein vom Vorstand würde sich freuen, wenn er morgen auch den ein oder anderen „alten Hasen“ begrüßen könnte. Persönliche Einladungen sind nicht verschickt worden. „Jeder kann kommen“, sagt er.
Der Fußball bildet natürlich den Schwerpunkt im Verein und auch in der kleinen Ausstellung. Unvergessen in der Vereinsgeschichte ist zum Beispiel die Pokal-Begegnung vom 14. August 1983, als die BSG Fortschritt Wittstock Oberligist Energie Cottbus mit einem sensationellen 1:0 nach Hause schickte.
Welchen Stellenwert Fußball in der Nachkriegszeit hatte, lässt sich an einem Artikel in der Jugendzeitung „Junge Welt“ erkennen, die 1952 im Sportteil über eine Nachwuchsbegegnung berichtete und ausdrücklich erwähnte, dass 3000 (in Worten: dreitausend) Besucher auf dem Rosenplan dabei waren.
Im Verein sind aber auch noch Erinnerungen an die Zeiten wach, als Rotarmisten vom Flugplatz Alt Daber als Gastspieler den Verein stärkten.
Auch den anderen Abteilungen von Hansa sind Infotafeln gewidmet: den Handballern, Schwimmern, Keglern, Volleyballern und der Gymnastikgruppe.
Hansa Wittstock ist der zweitgrößte Verein im Landkreis und hat 547 Mitglieder, davon 312 Kinder und Jugendliche. „Die würden sonst vielleicht an den Bushaltestellen rumhängen“, sagt Thomas Krieglstein. Er hat auch mal ausgerechnet, wie groß der Umfang der freiwilligen Arbeit ist, die die 52 ehrenamtlichen Betreuer im Jahr leisten: 15 650 Stunden.
Morgen wird all dies gewürdigt – und der Verein wird ganz sicher die Gelegenheit nutzen, sich bei den vielen Sponsoren und Unterstützern zu bedanken, die Hansa, Lok, Fortschritt und wieder Hansa in all den Jahren zur Seite standen. (Quelle: MAZ - Uta Köhn)

www.fk-hansa-wittstock.de
FK Hansa Wittstock e.V. - Friedrich-Ludwig-Jahn-Starße 62 - 16909 Wittstock
Tel./Fax: 0 33 94 / 44 88 84 oder 46 24 28
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